Andreas Meier

Mir liegt meine Heimatstadt am Herzen. Ich wünsche mir, dass hier in Eberbach auch in Zukunft noch Familien gut leben, Kinder eine glückliche Kindheit verleben und Betriebe gut florieren können.

Dafür ist es wichtig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Oft muss die Vernunft über den Idealismus siegen – am Ende muss das Ergebnis stehen, das am besten für die Mehrheit ist.

Ich möchte im Gemeinderat mitwirken, diese Entscheidungen zu treffen – für ein zukunftsfähiges, lebens- und liebenswertes Eberbach.

Andreas Meier, 2019

Über mich

Andreas Meier
Geburtsdatum: 29. September 1979
Geburtsort: Bonn
glücklich verheiratet, ein Kind
Beruf: SW-Administrator im LRA und IT-Dienstleister

Schreiben Sie mir!
Meine Adresse lautet: andreas.meier@freie-waehler-eberbach.de

Standpunkte

Zu vielen Themen, die Eberbach gerade umtreiben habe ich eine ganz klare Einstellung. Über diese Einstellung können wir gerne diskutieren. An dieser Stelle möchte ich Ihnen Einblick in meine Gedanken zu diesen Themen geben, damit Ihnen die Entscheidung leichter fällt mich zu wählen, oder nicht.

Breitbandausbau – Glasfaser

Das Vorhandensein einer modernen Telekommunikationsinfrastrukur ist heutzutage ein ebenso wichtiger Standortfaktor, wie der Stromanschluss, Wasser/Abwasser oder die Müllentsorgung. Auf diesem Gebiet gibt es in Eberbach noch einiges zu tun.
Es wurden in den letzten Jahren seitens der Stadt große Anstrengungen unternommen, die Weichen für eine zukunftssichere Infrastruktur zu stellen. Leider geht dies an einigen Stellen nicht so schnell, wie man es sich als Bürger wünschen würde. Es sind daher weitere und größere Anstrengungen nötig, um hier nicht abgehängt zu werden.
Ich möchte die Stadt und die Verwaltung unterstützen, hier effektiv arbeiten zu können.
Ein Beispiel ist der flächendeckende Anschluss aller Haushalte an eine Glasfaser-Infrastruktur. An dieser Baustelle geht es leider zu langsam voran.

Das Problem ist das Folgende:

Wohnen Sie in der Kernstadt?
Dann haben Sie es gut! – Was die Versorgung mit schnellem Internet angeht. Sie haben vermutlich die freie Auswahl zwischen Telekom-DSL (VDSL), Kabel und zukünftig auch noch das RNK-Fibernet.

Wohnen Sie in einem der Ortsteile oder in Ortsrandlage? Dann haben Sie möglicherweise Pech!

– Kommt auf den Ortsteil an.

Die Stadt Eberbach hat sich gemeisam mit den 53 anderen Gemeinden des Kreises dem Zweckverband „Highspeed-Netz Rhein-Neckar“ angeschlossen. Dies war zum Zeitpunkt der Planung eine gute Idee und hat auch schon viel Gutes bewirkt – beispielsweise hat es die Telekom unter Zugzwang gesetzt, die eigene Infrastruktur in vielen Gemeinden – auch Eberbach – zu erneuern. Aus heutiger Sicht jedoch sind auch in gewisser Hinsicht Fehler gemacht worden.
Die Zugehörigkeit zum Zweckverband nämlich bedeutet eine gewisse Handlungsunfähigkeit der Stadt auf eigenem Gebiet.
Was bringt der Zweckverband? – Das klingt in der Theorie gut: Schnelles Glasfaser-Internet direkt ins Haus!
Die Realität sieht leider eher so aus: Die Anzahl der Anschlüsse steigt im Schneckentempo – der Ausbau geht extrem langsam vonstatten. Ausgebaut wird in erster Linie dort, wo bereits mindestens eine schnelle Alternative vorhanden ist – siehe Kernstadt. Da, wo nix ist – in manchem Ortteil, kommt diese Glasfaser auch so schnell nicht an.
Wo sie ist, ist sie nicht konkurrenzfähig, weil viel zu teuer – nicht so schnell wie versprochen und mit teilweise unsäglich schlechtem Kundenservice behaftet.

Was kann man tun? Derzeit nicht viel ausser drängeln. Ich möchte mich aber intensiv dafür einsetzen, dass die hindernden Regeln des Zweckverbands ausgesetzt werden und man Alternativen zum Ausbau suchen kann.
Diese Alternativen könnten darin bestehen, dass die Stadt eigene Baumaßnahmen durchführt, um die Ortsteile anzuschliessen, ohne auf die „Feinplanung“ des ZV warten zu müssen – oder zum Beispiel auch dem Vorgehen des Neckar-Odenwald-Kreises entsprechen. Dort wurde die Telekom beauftragt (und bezahlt), die Breitbandversorgung herzustellen – und das hat geklappt!
Andernfalls muss die Effektivität und Geschwindigkeit des ZV verbessert werden und die Kooperation mit den Gemeinden ausgebaut werden.
Die Stadtverwaltung verteidigt die Fibernet-Glasfaser gegenüber dem Telekom-Deal mit dem Argument man sei so zukunftssicher und unabhängig. Das stimmt nicht!
Was die Zukunftsfähigkeit angeht – was nützt die, wenn sie erst weit in der Zukunft besteht? Konkret: Während wir 10-15 Jahre auf „zukunftssicheres“ Internet warten und solange horrende Preise für Funklösungen ausgeben oder komplett offline sind, surft der Waldbrunner mit durchaus akzeptabel zukunftssicheren 50-100 Mbit jahrelang vor uns her.
Man kann getrost davon ausgehen, dass neue Funklösungen (5G) verfügbar sind, bevor die Glasfaser alle Haushalte in Eberbach „zukunftssicher“ erreicht.
Und unabhängig? Nunja – „unabhängig von der Telekom“ ist eine gute Sache – aber mit Fibernet begeben wir uns in die Abhängigkeit eines anderen Unternehmens – NetcomBW – eine Tochter der EnBW und keinen Deut offener, transparenter, preiswerter oder fairer, als die T-Kom. Also keine Unabhängigkeit. Freie Anbieterauswahl besteht im Glasfasernetz auch nicht zwangsläufig!
Wir könnten seit Jahren wirklich flächendeckend versorgt sein und es ist für viele Eberbacher ärgerlich, dass dem nicht so ist. Es wird Zeit, dass hier mit aller Kraft Veränderungen herbeigeführt werden. Eine gute Internetanbindung ist heute immens wichtig. Ohne sie verringert sich der Immobilienwert und die Attraktivität eines Ortes. Und hier werden die Ortsteile (vor allem kleine) und die Randlagen sträflich vernachlässigt.

Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Stadt, des Kreises, wie auch des Landes,des Bundes und solcher Zweckverbände, diejenigen Regionen in Sachen Infrastrukur zu unterstützen, die für die freie Wirtschaft nicht rentabel und damit attraktiv genug sind. In direkten Wettbewerb zu Branchenriesen wie der Telekom oder UnityMedia zu treten kann nicht funktionieren.

Thema Windkraft in Eberbach:

Nein!
Natürlich ist die Erzeugung regenerativer Energie immens wichtig und zukünftig unumgänglich. Natürlich müssen wir verantwortungsvoll mit den Ressourcen der Erde umgehen. Aber „Windkraft in Eberbach“ wäre reiner Umwelt-Aktivismus und wirtschaftlicher sowie ökologischer Unsinn!
Eberbach ist weit weg von der Autobahn, hat wenige Flächen für Gewerbe und Großbetriebe. Dennoch wohnen die Menschen hier gerne und siedeln sich Unternehmen gerne hier an.
Eberbachs großer Standortvorteil ist die Lage und die Natur! Wir sind umgeben von herrlichen Wäldern, einem Naturparadies im Odenwald, eingebettet ins romantische Neckartal. An einer der wenigen Stellen, wo sich noch keine Windmühlen in 250m Höhe drehen. Ein wundervoller Ort zum Leben für Jung und Alt, für Familen, Senioren und Kinder. Ein lohnendes Ziel für Besucher und Touristen.
Dies muss auch so bleiben!
Es wäre doch Irrsinn, die schöne Natur zu verschandeln, hektarweise Wald abzuholzen, Lebensräume für Tiere zu vernichten und diesen einzigartigen Trumpf Eberbachs aufzugeben für Windkraftanlagen, die sich nur „vielleicht“ gerade so eben rechnen – vielleicht aber auch nicht… aus reinem Idealismus.
Wenn ich sage – Windkraft, ja – aber nicht hier! Dann hat das nichts mit dem St.Florians-Prinzip zu tun, sondern etwas mit Vernunft. Natürlich muss man Windkraft dort erzeugen, wo sie sich auch ökonomisch sinnvoll erzeugen lässt. Alles andere wäre ähnlich dumm, wie die Forderung „nur noch Kaffee aus odenwälder Anbau“ zu trinken und die Produktion von Wassermelonen in Eberbach zu fordern.

Thema Hallenbad/Schwimmbad:

Das Thema Hallenbad in Eberbach ist extrem komplex und sehr schwierig. Der bisherige Rat und die Stadtverwaltung tun sich sichtlich schwer, hier eine Lösung zu finden. Das zentrale Problem ist ganz einfach zu beschreiben: Es fehlt, wie so oft, an Geld.
Klar – es wäre absolut wünschenswert, ein Hallenbad in Eberbach zu haben, doch der alte Kasten, den wir bisher betreiben ist ein Millionengrab, unattraktiv mit extrem schlechtem Besucherzuspruch und ein absoluter Sanierungsfall.
Eine Sanierung auf Raten, wie aktuell von der Verwaltung vorgeschlagen erfährt im Rat derzeit keine Zustimmung – dabei wäre das wohl leider die einzige Möglichkeit, die Existenz eines Hallenbads in Eberbach zu verlängern.
Die meisten Ratsherren und -Damen bevorzugen einen Neubau – klar – alles neu und hübsch. Und den würde ich mir auch wünschen – ABER doch bitte NICHT unter allen Umständen und vor allem „koste es was es wolle“ – wie die AGL das so locker vom Hocker fordert.
Eberbach hat sehr wenig Geld zur Verfügung und viele wichtige Pflichtaufgaben zu erledigen. Wenn ein Neubau nicht bezahlbar ist und eine Sanierung nicht gewollt – auch, weil sie auf Dauer noch möglicherweise teurer würde als der Neubau und trotzdem der hässliche Kasten stehen bliebe bleibt nur eins.
Alternative: Abriss, Hallenbad-Kooperation und verbessertes Freibad!
Warum nicht das Angebot der Gemeinde Waldbrunn annehmen und deren Hallenbad für Vereine und Schulen mitnutzen? Familien gehen eh schon seit Jahren viel lieber dort schwimmen als in Eberbach.
Die Busfahrt von den Schulen nach Strümpfelbrunn wäre unmerklich länger, als die zum Eberbacher Hallenbad.
Durch einen Abriss des Hallenbads entstehen gewisse Kosten – vor allem, weil die Schwimmbad-Technik dann für das Freibad neu errichtet werden müsste. Das wäre aber in den nächsten Jahren eh fällig! Durch einen Wegfall des stark defizitären Hallebadbetriebs dagegen würden sich diese Kosten in wenigen Jahren egalisieren.
Meine Vorstellung: Das Hallenbad wird aufgegeben, eine Kooperation mit Waldbrunn zur Hallenbadnutzung vereinbart. Gleichzeitig werden die nicht gebrauchten Ressourcen ins Freibad gesteckt. Neue Technik – neue Umkleiden, verbessertes Gastro-Konzept und längere Saison. Man könnte das Freibad in diesem Fall durchaus von April bis Ende Oktober offen halten – vielleicht noch länger. Dann könnten Vereine und Schulen auch wieder mehr in Eberbach schwimmen.
Das Freibad ist Eberbachs Juwel und zieht Gäste wie Bürger an. Hier ist Geld gut investiert, um das Bad attraktiv zu halten.
So sehr ich den Wunsch der Vereine nach einem Hallenbad verstehe – eine Ausgabe von ca. 9 Millionen Euro ist nicht zu vertreten, wenn gleichzeitig andere Dinge dafür liegen blieben, die für deutlich mehr Menschen in Eberbach sehr wichtig sind. Wir können nicht 14.600 Bürger auf maroden Straßen rumholpern lassen, Schulen vernachlässigen und Kindergärten nicht vernünftig ausbauen, damit ein paar Dutzend Schwimmer eine 20 Minuten Autofahrt einsparen.
Die Aussage „darüber brauchen wir gar nicht reden“ (SPD) halte ich für unverantwortlich! Natürlich müssen wir auch über solche Alternativen reden, solange niemand eine bessere Idee hat!

Dr.Schmeisser-Stift

Das verkrampfte Festhalten und Erhalten eines nicht sonderlich attraktiven Baukörpers inmitten der Stadt kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
Hier hat natürlich jeder so seine Meinung – dies ist meine.
Das alte DSS war jahrzehntelang ein gern genutztes und angesehenes Haus in Eberbach – es erfüllte seinen Zweck über die Jahre ausserordentlich gut. Doch diese Zeiten sind vorbei – der Zweck wird nicht mehr erfüllt. Es wurde ein Neubau errichtet, der die Aufgabe inzwischen übernimmt.
Zweckbauten werden in aller Regel nach Ende ihrer Nutzung abgerissen – es sei denn, sie sind von besonderem historischem Wert.
Diesen Wert – so leid es mir tut – kann ich überhaupt nicht erkennen.
Das Gebäude wurde für die Bedürfnisse der 1970er Jahre errichtet – heutigen Ansprüchen wird es nicht gerecht. Ein Umbau ist teuer! Ein Neubau vor Jahren wäre, wie sicherlich die die BISS-Leute und andere heute zugeben müssen wirtschaftlich sinnvoller gewesen – und das ist er heute immer noch.
Es geht den DSS-Erhaltern offiziell immer um „bezahlbaren“ Wohnraum für Senioren. Rechnen Sie sich das mal durch: Bei den geschätzten Umbaukosten kommen Sie zwangsläufig auf Mietpreise deutlich über dem Eberbacher Schnitt, damit sich das rechnet – hinzu kommen die Kosten für die Pflege. Was verstehen wir denn da als „bezahlbar“ ? – Bezahlbar für besonders Betuchte, würde ich sagen – sicher nicht für die breite Masse. Und glauben Sie diese besonders zahlungskräftige Kundschaft zieht euphorisch dort ein, wenn sie sich auch eine Pflege zu Hause leisten könnte?
Das Projekt DSS-Umbau ist eine wirtschaftlich hochriskante Angelegenheit. Fakt ist – der Besitzer ist ein Verein – NICHT die Stadt.
Wenn der tragende Verein das angehen will – soll er! Und so wenig ich daran glaube – ich wünsche dabei viel Erfolg! Wichtig ist mir aber: die Stadt muss sich in dieser Sache raushalten, darf sich meiner Meinung nach keinesfalls finanziell oder in Haftungsfragen beteiligen.

Selbstverständlich muss sich die Stadt zukünftig stärker bemühen, wirklich bezahlbaren Pflege- und Wohnraum für die Senioren zu ermöglichen. Dies kann sie tun, indem bürokratische Hürden abgebaut werden, Infrastruktur geschaffen wird und private Anbieter unterstützt werden. Zum Beispiel bei der Suche nach passenden Bauplätzen. Die finanzielle Unterstützung eines Vereins zählt nicht zu den Aufgaben der Stadt.

Politische Themen, die mir wichtig sind:

Schule und Kinderbetreuung, Stadtentwicklung, Wirtschaft, medizinische Versorgung und Tourismus sowie die Stärkung Eberbachs als Mittelzentrum für Bürger und Gäste


Für Ihre Stímme am 26.05. danke ich Ihnen sehr.


Herzliche Grüße



Ihr
Andreas Meier

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